Black Friday, Cyber Monday, Cyber Week: Eine komplette Woche im (online) Kaufrausch.

Diverse Offline- und Online-Shops locken mit verschiedenen Rabatten und Sonderangeboten zu Weihnachtseinkäufen. In der vergangenen Woche sind jegliche Online-Channel und -Webseiten wieder mit dem amerikanischen Trend, dem „Black Friday“, bestrahlt worden. Satte Rabatte bis zu 70 % lockten Konsumenten zum offline und online Kauf. „Black Friday“ und „Cyber Monday“ heißen die beiden aus den USA stammenden Marketingstrategien, bei denen Unternehmen mit Sonderrabatten und Schnäppchen das Weihnachtsgeschäft einläuten. Der durch Apple im Jahre 2006 erstmals initiierte Black Friday ist auf das amerikanische Thanksgiving zurückzuführen, nach welchem in diversen Kaufhäusern eine Shopping-Schlacht veranstaltet wird und welches aufgrund seiner immensen Nachfrage der Konsumenten einem Shopping-Feiertag gleichkommt.

Vom Black Friday zur Cyber Week

Egal ob als Black Friday, Cyber Monday, Cyber Week, Cyber-Monday-Week, Black-Friday-Deal, Cyber Weekend, Red Friday und Black Weekend – die Begrifflichkeiten meinen alle dasselbe. Unzählige Brands bieten jedoch unterschiedliche Rabattaktionen innerhalb der Cyber Week. Egal ob mittels ultimativer Steigerungsformen des Rabattes an unterschiedlichen Tagen oder konstanten Angeboten mit einheitlich hohem Discount – auffällt, wer anders ist.

In Deutschland findet man eine regelrechte Shopping-Mania mit Tiefpreisen in diversen Branchen, wie für Elektroartikel, Bekleidung, aber auch innerhalb unterschiedlicher Reiseunternehmen und anderer Dienstleister. Die Konkurrenz ist groß und der zeitliche Rahmen begrenzt. Was in Amerika oftmals wie ein Hamsterkauf mit Kampfansage aussieht, geht in Deutschland glücklicherweise etwas gesitteter zu. Jedoch führen große Online-Händler wie amazon.de den Trend an, wenn sie täglich neue Angebote im 5-Minuten-Takt mit bis zu 50% in den Online-Markt pushen.

Welche Rolle spielen diese Strategien in Bezug auf das Online-Marketing?

In erster Linie sind die verschiedenen Strategien für den Online-Handel ein wichtiges Marketinginstrument. Die Initiierung solcher Super-Spar-Wochen sind nicht nur für Kunden lohnenswert, sondern zahlen sich auch für teilnehmende Unternehmen aus. Wie die Zahlen deutscher Unternehmen im Vorjahr 2016 zeigen, wurden dabei mehr als 1 Milliarde Euro an einem Cyber Weekend erwirtschaftetet.

E-Commerce und klassischer Retail haben weiterhin gute Chancen.

Dies fällt vor allem dann auf, wenn man betrachtet, dass insbesondere aufgrund der oft stressigen Weihnachtseinkäufe vier von fünf Deutschen ihre Weihnachtsgeschenke eher im Netz kaufen würden. Dies sind Ergebnisse einer aktuellen Online-Umfrage von YouGov, im Auftrag des Technologieunternehmens intelliAd Media. Die Integrierung von Online-Shops und werbenden Social Media Channeln sowie die Berücksichtigung und Nutzung von Online-Reichweiten sollten für Marketer nach wie vor ein wichtiger Aspekt sein, sich online zeitgemäß auszurüsten.

So haben beim diesjährigen Black Friday und Cyber Monday wieder Einzelhandel und Co. im Wettstreit um Käufer gebuhlt, die mit unterschiedlichen Strategien zum Kauf animiert wurden. Dabei finden sich in diesem Jahr auch Unternehmen, wie z.B. die deutsche Drogeriekette dm, welche aus der Rabattschlacht einen „Giving Friday“ macht, dem Kunden zwar keine herkömmlichen Sonderrabatte bietet, jedoch dm Einkäufe mit einer Spende für unterschiedliche Projekte verbindet und somit Gutes tut.

Dabei gibt es auch Initiativideen, wie die „Black Box“ mit der Konsumenten dm-Lieblingsprodukte von berühmten YouTube-Stars kaufen konnten, welche von den Bloggern zusammengestellt und zudem innerhalb sogenannter „Hauls“ in einem Video erklärt, gezeigt und weiterempfohlen wurden. Kommerzielle Marketingstrategien können also auch immer in individuelle Ziele übersetzt werden, indem die allgemeine öffentliche Aufmerksamkeit für derartige Ereignisse genutzt wird, wie in diesem Beispiel mit dem Influencer Marketing geschehen. So lässt sich insbesondere mit dem Online-Marketing für Unternehmen sowie für Konsumenten ein verhältnismäßig kostengünstiger als auch individueller Mehrwert schaffen, welcher innerhalb der Differenzierung und Herausstellung auf dem Markt von wesentlicher Bedeutung ist.